Wettingen macht Schule: Erweiterung Schulanlage Altenburg

Das Schulhaus Altenburg wurde 1947 gebaut und ist somit eine der ersten grossen Schulbauten in Wettingen. Der Neubau trug dem Bevölkerungswachstum in den 1940 - 50er Jahren Rechnung. Aufgrund der prognostizierten Zahlen an Schülerinnen und Schülern in der Masterplanung soll die Schulanlage Altenburg ein weiteres Mal erweitert werden. Die Primarschule Altenburg bekommt zusätzliche Schulräume im bestehenden reformierten Kirchgemeindehaus, das zu diesem Zweck erweitert und umgebaut wird. Der Zyklus 2 (3.-6. Klasse) erhält darin weitere Unterrichtsräume und einen zusätzlichen Pausenplatz inmitten einer grünen Umgebung.

Karussellsteuerung

Karussell

Um was geht’s?

Wettingen wächst. Neue Wohnüberbauungen im Klosterbrühl und dem Bahnhofareal generieren Wohnraum. Dies ergibt einen Zuwachs an Familien und Schulkindern. Die Schulanlage Altenburg ist eines der ersten grossen Schulgebäude in der Gemeinde und wurde bereits dreimal erweitert. Das Schulareal Altenburg stösst heute schon an seine Kapazitätsgrenzen. Mit einem Provisorium wurden zusätzliche Klassenzimmer und Gruppenräume geschaffen, um nach Lehrplan 21 zu unterrichten und den wachsenden Zahlen an Schülerinnen und Schüler zu entsprechen. Der weiteren Zunahme an Schülerinnen und Schüler kann zukünftig mit der Erweiterung der Schulanlage Altenburg begegnet werden. Im bestehenden Schulhaus Altenburg und im Kirchgemeindehaus soll zusätzlicher Schulraum geschaffen werden. 

Bereits heute nutzt die Tagesstruktur “Tagesstern Wettingen” Räumlichkeiten im Kirchgemeindehaus. Die Gemeinde Wettingen hatdie Liegenschaft des Kirchgemeindehauses erworben und beabsichtigt, das Gebäude für die schulische Nutzung umzubauen und zu erweitern. Die räumliche Nähe des Kirchgemeindehauses zum bestehenden Schulhaus eignet sich optimal für die Erweiterung der Schulanlage Altenburg. Da die bestehenden Raumgrössen in etwas Klassenzimmern entsprechen, eignet sich das Gebäude auch im Innern sehr gut für die Schule. Weiter verfügt das Kirchgemeindehaus über grosszügige Grünanlagen als Aussenraum, was eine hohe Aufenthaltsqualität für die Primarschule schafft. 

 

Was ist das Ziel?

  • Eine gute, solide und zukunftsfähige Bildung ermöglichen und Wettingen damit fit für die Zukunft machen
  • Kontinuierliche, adäquate Bildung und Förderung der Schülerinnen und Schüler der Schule Wettingen nach Lehrplan 21
  • Ausreichender und zeitgemässer Schulraum 
  • Investitionen in die Zukunft: dringend benötigte Infrastruktur gewährleisten, um als Gemeinde konkurrenzfähig zu bleiben
  • Weg von Provisoriumslösungen
  • Förderliche Lernatmosphäre für die Kinder schaffen
  • Zusätzlicher Raum für Tagesstrukturen schaffen
  • Raumgestaltung nach pädagogischen Erfordernissen und Konzepten 
  • Wettingen als attraktiven Bildungsstandort positionieren

Wer profitiert?

Grundsätzlich profitieren alle Schülerinnen und Schüler in Wettingen. Kurzfristig profitiert besonders der Zyklus 1 (Kiga - 2. Klasse) vom zusätzlichen Schulraum. Nach der Realisierung der Schullandschaft Margeläcker kommt auch der Zyklus 2 (3. - 6. Klasse) in den Genuss der neuen Räumlichkeiten. Mit der Erweiterung des Standorts Altenburg profitieren die Kinder aus bestehenden und neuen Quartieren (Klosterbrühl und Bahnhofareal) von kurzen Schulwegen. 

Was braucht’s?

Nach der Genehmigung des Projektierungskredites und der Erarbeitung des Bauprojektes erfolgt die Genehmigung des Baukredits durch den Einwohnerrat und die Stimmbevölkerung. Diese proaktiven Investitionen sind wichtig, um den Schülerinnen und Schülern eine zeitgemässe Bildung zu ermöglichen.

«Mit der Erweiterung der Schullandschaft Altenburg erreichen wir eines der wichtigsten Puzzle-Teile der Masterplanung Zukunft Schulraum Wettingen.» 

Nicole Merkli, Geschäftsleiterin Bildung

Timing

Die Schulraumplanung in Wettingen erstreckt sich bereits über mehrere Jahre und zielt vorausschauend bis ins Jahr 2040, um proaktiv den wichtigsten Entwicklungen zu entgegnen. 

Was bisher geschah

Das Schulhaus Altenburg wird erbaut. 

Aufgrund des wachsenden Bedarfs an Schulraum in Wettingen wurde das Schulhaus Altenburg in der Vergangenheit bereits drei Mal erweitert.

Aufgrund des wachsenden Bedarfs an Schulraum in Wettingen erhielt die Schulanlage Altenburg eine zweite Turnhalle.

Die Tagesstrukturen ziehen ins Schulhaus Altenburg (2009). Der Bedarf an Plätzen steigt. Deshalb folgt die Vergrösserung 2014.

Der Bedarf an Plätzen für Tagesstrukturen steigt in Wettingen.

Der Kanton Aargau beschliesst die Umsetzung des Lehrplans 21. Dafür braucht das Schulhaus Altenburg zusätzliche TTG-Räume (textiles- und technisches Gestalten).

Die Machbarkeitsstudie eines Architekturbüros untersucht die Umnutzung des Kirchgemeindehauses als Schulhaus und zeigt auf, wie der Mehrbedarf an Schulraum im Schulhaus Altenburg und dem Kirchgemeindehaus untergebracht werden kann.

Auf dem Schulareal Altenburg wird eine Schulcontaineranlage mit acht Klassenzimmern und vier Grossgruppenräumen gebaut.

Im Planerwahlverfahren soll das geeignetste Planerteam zur Bearbeitung des Projekts ermittelt werden. 

Das Planerwahlverfahren ist ein offenes, selektives Verfahren, welches in zwei Stufen durchgeführt wird. Das Bewertungsgremium, welches aus Fachpersonen und einer Bildungsvertretung besteht, prüfte und bewertete die eingereichten Unterlagen der Planungsteams. Das geeignetste Planungsteam wurde zur Weiterbearbeitung des Projektes ermittelt. Der Generalplaner Eglin Partner Architekten AG wurde mit der Planung des Projektes beauftragt.

Der Projektierungskredit, der auf dem Planerwahlverfahren aufbaut, wurde dem Einwohnerrat vorgelegt und genehmigt.

In Zusammenarbeit mit der Bildungs– und Bauabteilung erarbeitet die Eglin Partner Architekten AG als Generalplaner ein Bauprojekt.  Ein Fachplanerteam von Ingenieuren und Spezialisten begleitet das Projekt mit seinem Know-how. 

Nächste Schritte

Fachpersonen erarbeiten ein Vor- und Bauprojekt und reichen die Baubewilligung ein. Anschliessend wird der Baukredit dem Einwohnerrat zur Genehmigung vorgelegt.

Der Entscheid des Einwohnerrats untersteht dem obligatorischen Referendum und wird der Stimmbevölkerung zur Abstimmung unterbreitet.

Start des Baubewilligungsverfahrens auf Grundlage des bewilligten Baukredits.

Fragen und Antworten

Die Schule wurde durch eine stimmberechtigte Person im Bewertungsgremium des Planerwahlverfahrens Altenburg vertreten. Das Raumprogramm wurde innerhalb der Abteilung Bildung überarbeitet. Dabei wurden Schulleitung und Lehrpersonen als auch die Tagesstruktur miteinbezogen. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Bau und Planung wurde das Programm auf die Machbarkeit geprüft und finalisiert. Das Vorprojekt wurde Ende 2025 erfolgreich abgeschlossen. Im Bauprojekt sind die Schule und Tagesstruktur weiterhin durch eine Person vertreten. 

Das Kirchgemeindehaus wird primär für die Nutzung der Schule umgebaut. Es wird Raum für Tagesstrukturen mit Mittagstisch geben als auch Klassenzimmer, Gruppenräume und Sprachenzimmer. Die grünen Aussenanlagen werden einen grossen Mehrwert für die Schule, Kindergärten, Tagesstruktur und das umliegende Quartier von Wettingen bringen. Auch das Pfarrhaus wird für eine Tagesstrukturnutzung ausgebaut, um den Druck auf die Tagesstruktur in diesem Gebiet zu lindern.

Zukünftig soll es eine Aufteilung der Zyklen nach Gebäude geben, wie sie sich bereits in der Schulanlage Dorf gut bewährt hat. Zukünftig soll im neuen bezogenen Schulhaus (ehem. Kirchgemeindehaus) Teile des Zyklus 2 (5.+6. Primarschulklasse) unterrichtet werden inklusive der dafür nötigen Sprachenzimmer. Im bestehenden Schulgebäude Altenburg wird der Zyklus 1 (1.-2. Primarschulklasse) sowie Teile des Zyklus 2 (3.+4. Primarschulklasse) untergebracht. Hier befinden sich zudem die Räume für technisches und textiles Gestalten für beide Zyklen. Ältere Kinder wechseln also für Doppelstunden teilweise ins alte Schulhaus, während die jüngeren Kinder immer im grossen, bestehenden Schulhaus, ihren ganzen Schulalltag verbringen können. 

Die Umgebungsplanung ist Teil des Projektes und soll kindgerecht sowie möglichst hindernisfrei gestaltet werden. Wegbeziehungen und Verbindungen zu den verschiedenen Teilen der Schulanlagen und umliegenden Kindergärten soll mitgedacht und optimiert werden. Dabei soll die Eingriffstiefe möglichst klein gehalten werden, da die Umgebung heute bereits stark begrünt ist und einen alten Baubestand hat.

In den neuen Wohnüberbauungen Klosterbrühl und Bahnhof entsteht je ein neuer Einfachkindergarten. Zukünftig wird es insgesamt 7 Kiga-Gruppen in kurzer Gehdistanz von der Schulanlage Altenburg geben (Kiga Altenburg, Lindenhof und neu Klosterbrühl), wobei der Kiga Lindenhof direkt an das heutige Grundstück des zukünftigen Schulhauses (heutiges Kirchgemeindehaus) angrenzt. Die Weg- und Sichtbeziehungen werden in das Konzept der neuen Aussenanlagen vom Kirchgemeindehaus aufgenommen und berücksichtigt. Kurze und sichere Wege werden zwischen den Einrichtungen entstehen.

Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich in zwei Etappen. Die Inbetriebnahme des Kirchgemeindehauses als neues Schulhaus Altenburg 2 ist für das Schuljahr 2029 geplant. Hierbei handelt es sich um eine grobe Schätzung, da bei einem Umbau und Sanierung immer mit Verzögerungen und Unvorhergesehenem zu rechnen ist.

 

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